Schützt, was Ihr liebt!

Waschbär-Editorial: Miteinander statt Nebeneinander

Eine Frau reicht beim gemeinsamen Gärtnern in der Stadt einer weiteren Person eine Pflanze.

Liebe Waschbär-Kundinnen und liebe Waschbär-Kunden,

im Laufe der Pandemie habe ich immer wieder von Menschen gehört, die dem Stadtleben den Rücken zugekehrt haben, um auf dem Land einen Neustart zu wagen oder die zumindest ernsthaft darüber nachgedacht haben. Denn wer in der Stadt lebt, schätzt die soziale Energie, die entsteht, wenn sich Menschen unbeschwert im öffentlichen Raum begegnen. Durch die Pandemie-Maßnahmen war das plötzlich nur noch eingeschränkt möglich. Das Landleben bietet eine mögliche Alternative, verbunden mit der Rückbesinnung auf die Natur als altbekannte Kraftquelle.

Die Stadt hingegen schenkt uns ganz andere Resonanzerfahrungen. Dabei spielen öffentliche Räume, in denen wir uns vernetzen und miteinander kommunizieren, eine maßgebliche Rolle. Der empfundene Verlust von sozialer Energie macht deutlich, wie wichtig dieser von Sozialwissenschaftlern als dritter Ort bezeichnete Lebensraum heute für uns Menschen ist. Hier können wir Gleichgesinnten begegnen und gemeinsam Ideen von einem guten Leben umsetzen. Ich denke da zum Beispiel an Projekte für Urban Gardening, die nicht nur die Natur in die Stadt bringen, sondern auch die Gestaltung eines innerstädtischen neuen Naturerfahrungsraumes ermöglichen.

Lebensräume selbst gestalten und dies nicht der öffentlichen Hand oder kommerziellen Bauträgern allein überlassen – das ist auch das Ziel von innovativen Wohnprojekten. Eines davon kenne ich durch meine Schwester, die mit ihrer Familie in Berlin lebt und sich zusammen mit ihrem Partner einem integrativen Bauprojekt angeschlossen hat. Das Gebäude umfasst neben Wohnungen auch Ateliers, Galerien, Restaurant und eine Gewerbeeinheit, die von einem Teil der Bewohnenden erworben wurde. Eine soziale Einrichtung mit betreuten Wohnungen gehört ebenfalls dazu.

Am meisten beeindruckt mich, dass die Menschen, die in diesem besonderen Projekt wohnen und arbeiten, nicht isoliert leben, wie das in Städten ja häufig der Fall ist. Das Projekt bietet Räume, in denen sich die Menschen begegnen, kommunizieren, feiern und miteinander arbeiten können. Der Dachgarten wird von allen gemeinsam gepflegt. Auch um die Anlagen rings um das Gebäude kümmern sich alle zusammen. Durch diese neue Form des Miteinanders ist mitten in der Stadt ein Ort der Begegnung und der sozialen Energie entstanden.

Herzliche Grüße,

Katharina Hupfer

Geschäftsführerin Waschbär GmbH
 

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Bildquellen

  • frau-beim-urban-gardening: © Waschbär

Der Waschbär ist nicht nur der Namensgeber für unser Unternehmen. Der wissbegierige Kleinbär fliegt mit seinen Pfoten auch gern über die Tastatur und verfasst Beiträge zu nachhaltigen Themen für unser Magazin. Erst wenn er seine Artikel gründlich recherchiert und die besten Tipps und Ratschläge für seine Leserinnen und Leser zusammengestellt hat, ist er damit zufrieden. Mit seinen Beiträgen möchte der flauschige Öko-Pionier Sie dazu inspirieren, Ihren Alltag bewusst und sinnvoll zu gestalten.

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