Textilbündnis

Wir sind Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien

Kurz für Sie zusammengefasst: Die Triaz group, zu der Waschbär gehört, ist im Januar 2015 dem Bündnis für nachhaltige Textilien beigetreten. Seitdem erarbeiten wir zusammen mit den Bündnis-Partnern die Standards, die für alle Mitglieder gelten werden. Ziel ist eine Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Textilproduktion.

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde 2014 auf Initiative des Bundesentwicklungsministers Gerd Müller gegründet. Es verfolgt das Ziel, soziale und ökologische Verbesserungen in den Produktionsstätten entlang der globalen Textilkette durchzusetzen. Neben der Triaz group gehören weitere 146 Mitglieder der Initiative an (Stand Mai 2017). Darunter befinden sich nicht nur Textil-Unternehmen, sondern auch Verbände, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Zertifizierungsinstitute, Gewerkschaften und staatliche Institutionen.

Umsetzung der Bündnis-Ziele

Grundlage für die Bündnis-Arbeit ist ein Aktionsplan, der unter anderem existenzsichernde Löhne, den Verzicht auf giftige Chemikalien sowie Standards im Umwelt- und Arbeitsschutz vorsieht. Alle Bündnis-Partner verpflichten sich zur gemeinsamen Umsetzung dieser Ziele. Die Ausgangslage ist dabei unterschiedlich: So gehören zum Bündnis konventionelle Textilanbieter und Handelsverbände ebenso dazu wie NGOs und Pioniere wie Waschbär, die schon seit Jahren nachhaltige Standards setzen. Statt allgemeinverbindliche Vorgaben zu machen, erlaubt das Bündnis daher individuell gesteckte Etappenziele. Die Umsetzung dieser sogenannten Roadmaps ist verpflichtend und wird unabhängig geprüft.

Warum wir uns mit dem Bündnis für nachhaltige Textilien solidarisieren

Da bisher keine konkreten Mengen- und Zeitvorgaben definiert wurden, geriet das Textilbündnis in die Kritik. Als Pionier der Naturtextilbranche wissen wir jedoch aus eigener Erfahrung, dass man die Rahmenbedingungen in der Textilherstellung kaum allein verändern kann. Was es braucht, ist ein gemeinsames Vorgehen der unterschiedlichen Interessensgruppen. Im Textilbündnis sitzen nun erstmalig alle an einem Tisch und werden politisch unterstützt. Wir sehen in dem Bündnis daher die einmalige Chance, in der gesamten Branche etwas zu bewegen, auch wenn dies nur langsam und auf unterschiedlichem Niveau erfolgen kann.

Arbeitsgruppen im Textilbündnis: Diese entwickeln konkrete Handlungsvorgaben

Statt allgemeinverbindlicher Standards erlaubt das Bündnis seinen Mitgliedern individuell gesteckte Roadmaps, die aber verpflichtend umgesetzt werden müssen. Für die Gestaltung und Umsetzung dieser Roadmaps entwickeln die Arbeitsgruppen im Bündnis konkrete Handlungsvorgaben. Wir bringen unser Expertenwissen in den Arbeitsgruppen „Naturfasern“ und „Schurwolle“ ein. Zusammen mit den anderen Mitgliedern dieser Gruppen erarbeiten wir Maßnahmen zur sozialverträglichen und umweltbewussten Erzeugung und Produktion von Naturfasern. Auf die nachgelagerten Verarbeitungsstufen fokussieren sich die Arbeitsgruppen „Sozialstandards und existenzsichernde Löhne“ sowie „Chemikalien- und Umweltmanagement“. Daneben gibt es weitere Expertengruppen, die sich zum Beispiel mit der Verankerung der Bündnisziele auf internationaler Ebene befassen.

Etappenziel im Textilbündnis: Verbot von Chemikalien

Die Mitglieder des Textilbündnisses haben sich auf die „Liste der in der Herstellung verbotenen Schadstoffe“ (kurz auch MRSL genannt) des Programms ZDHC (kurz für Zero discharge of hazardous chemicals oder Initiative zur Eliminierung gefährlicher Chemikalien“) geeinigt. Diese Liste geht über die gesetzlichen Anforderungen der europäischen Chemikalienverordnung REACH hinaus. Mit ihrem Bekenntnis zu dieser MRSL verpflichten sich die Mitglieder des Textilbündnisses dazu, 100 gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien in der Textil-Produktion schrittweise durch unkritische Substanzen zu ersetzen.

Wir teilen unser Wissen mit den Bündnispartnern

Das Verbot von bedenklichen Chemikalien ist nur eine der Anforderungen, die bei uns im Haus schon seit Jahren gelten. Unsere Standards sehen strenge Richtlinien für den Einsatz und für mögliche Rückstände von Textilchemikalien vor. Rund 80 Prozent unserer Naturfasern stammen bereits heute aus kontrolliert-biologischer Erzeugung. Alle unsere Produkte aus reiner Baumwolle werden sogar zu 100 Prozent aus Bio-Baumwolle hergestellt. Rund 47 Prozent unserer Textilien sind mit dem Global Organic Textile Standard zertifiziert, der eine ökologisch und sozial verantwortliche Herstellung gewährleistet. Zudem setzen wir uns im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation seit 2011 zusammen mit unseren Lieferanten für faire Arbeitsbedingungen in den Nähereien ein. Diese langjährigen Erfahrungen können wir im Bündnis für nachhaltige Textilien einbringen. Die Mitgliedschaft ist für uns aber auch ein Ansporn, uns noch weiter zu verbessern. Denn Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der nie endet.