Wir schenken Licht und Lernzeit

Wir schenken Licht und Lernzeit

Kurz für Sie zusammengefasst: Zusammen mit der Little Sun Foundation schenken wir Schulkindern in Ruanda Licht in Form von kleinen, tragbaren Solarlampen. Die Lampen helfen den Kindern beim Lesen, Lernen und Schreiben nach Anbruch der Dunkelheit.

Mehr als eine Milliarde Menschen auf dieser Welt haben keinen Zugang zu Strom und somit auch kein elektrisches Licht. Mit Solarenergie kann diesen Menschen geholfen werden. Sie ist eine kostenlose, im Überfluss verfügbare und noch dazu saubere Energiequelle, die eine dezentrale Versorgung mit Strom und Licht auch weit jenseits von Stromnetzen ermöglicht. Die Little Sun Foundation wurde mit dem Ziel gegründet, diese Energiequelle für Menschen ohne Stromzugang nutzbar zu machen. Der Verein stellt dafür die entsprechende Technologie zur Verfügung.

Tragbare Solarlampen geben 1000 Stunden Licht

Die Idee ist einfach und effektiv: Little Sun bringt kleine, tragbare Solarlampen zu Menschen, die in Regionen ohne Strom oder Krisengebieten leben. Jede Lampe hält rund fünf Jahre und schenkt um die 1.000 Stunden Licht. Die Lampen werden mit Hilfe von Spendengeldern finanziert. Einer der Schwerpunkte von Little Sun ist die Verteilung von Lampen an Schulkinder in Afrika. Für eine gute Schulbildung sind die Kinder auf ausreichend Lernzeit angewiesen. Mit Hilfe der Solarlampen können sie auch nach Einbruch der Dunkelheit noch lesen und schreiben.

Waschbär stattet Grundschule mit Solarlampen aus

Bildung ist eines der wichtigsten wirtschafts- und sozialpolitischen Instrumente, um der heutigen Jugend in Afrika eine Chance auf eine bessere Zukunft zu bieten. Daher unterstützen wir die Little Sun Foundation bei ihrer Mission. Im Herbst 2018 haben wir eine erste Spendenaktion initiiert, um eine Grundschule in Ruanda mit Solarlampen ausstatten zu können. Mit Hilfe unserer Kundinnen und Kunden sind Spendengelder in Höhe von über 12.000 Euro zusammen gekommen. Im Februar 2019 haben wir die Solarlampen übergeben.

Mit dabei war Marietta Bechtel, Marketing-Leiterin bei Waschbär, die das Projekt bei uns im Haus initiiert und betreut hat. Im Interview erzählt Marietta Bechtel von ihrem Besuch bei der Shaka-Schule.

Du warst im Februar in Ruanda, was hast Du da gemacht?

Ich war zusammen mit Eva von der Little Sun Foundation, Christine und Allan von Safer Rwanda an der Shaka-Grundschule in Gitarama, im Kamonyi Distrikt, um die Solarlampen an 575 Kinder und 11 Lehrer zu verteilen. Wir haben die komplette Shaka-Schule mit Solarlampen ausgestattet. Für mich persönlich war es natürlich toll, mitzuerleben, wie neugierig und freudig die Kinder bei der Übergabe waren und was für eine positive Energie die Kinder versprüht haben. Viel wichtiger aber war es für Waschbär, dass wir uns vor Ort anschauen konnten, wie das gespendete Geld eingesetzt wird und wie die Hilfe ankommt. Wenn man Verantwortung übernehmen will, dann muss man auch mal raus und schauen, was los ist in der Welt!

Wie kam es denn eigentlich zur Zusammenarbeit mit Little Sun?

Wir kennen Little Sun als soziales Unternehmen schon länger, da wir die Solarlampen seit fünf Jahren im Sortiment führen. Nun hat sich über die Little Sun Foundation eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit ergeben. Die Mission des Vereins ist es, möglichst viele Menschen in Gebieten, in denen Notstände herrschen oder die fernab von Elektrizität sind, mit Solarlampen zu versorgen. Uns hat überzeugt, dass das Geld, das wir mit unserer Kundenaktion sammeln, so gut wie eins zu eins an das Projekt geht. Das Geld wird direkt in lauter kleine Little Sun Lampen umgewandelt, die verteilt werden.

Wieso habt ihr euch für ein Projekt in Ruanda entschieden? Und wieso für Schulkinder?

In Ruanda gibt es vor allem auf dem Land noch viele Regionen ohne Strom. Das können wir uns teilweise überhaupt nicht vorstellen. Dort wird es sehr früh dunkel und auf dem Land ist es dann auch wirklich stockdunkel. Wenn die Kinder eine Solarlampe haben, können sie abends noch lernen und lesen. Nach der Schule müssen sie ihren Eltern helfen und erst mal aufs Feld oder Wasser holen gehen. Wir haben dauernd Kinder gesehen, die am Straßenrand laufen und Wasserkanister schleppen. Die Menschen auf dem Land leben davon, dass sie etwas für den Eigenbedarf oder für den Verkauf auf dem Markt anbauen. Um den Kindern andere Möglichkeiten für die Zukunft zu bieten, muss man in bessere Bildungschancen investieren. Je früher man damit anfängt, umso fruchtbarer ist es. Little Sun schenkt mehr Zeit zum Lernen und setzt damit also ganz an der Basis an.

Zum Ansatz von Little Sun gehört es auch, die Lehrer zu unterstützen?

Ja genau. Die Lehrer haben von uns nicht nur eine Solarlampe, sondern auch ein Solarladegerät erhalten. Ich habe mit Lehrerinnen und Lehrer der Schule gesprochen. Sie müssen teilweise kilometerweit laufen, um ihr Handy aufzuladen. Sie haben keinen Computer und nutzen daher ihr Handy, um sich zu informieren, zu recherchieren und den Unterricht vorzubereiten. Mit dem Ladegerät können sie ihr Handy nun ganz einfach zu Hause aufladen und viel Zeit sparen, denn kostenlosen Sonnenschein gibt es in Ruanda genug.

Du hattest vorhin Safer Rwanda erwähnt. Das ist der lokale Partner von Little Sun.
Welche Aufgabe hat dieser Partner?

Einfach so etwas in Ruanda zu spenden, das geht nicht. Es sind Genehmigungen notwendig, damit man die Spendenprodukte überhaupt verteilen darf. Man braucht eine Organisation vor Ort, die sich darum kümmert und Partner, die die Landessprachen sprechen. Für Little Sun macht das die Nichtregierungsorganisation Safer Rwanda. Die Organisation sorgt nicht nur dafür, dass die Solarlampen an den Schulen verteilt werden, sondern kümmert sich auch gemeinsam mit Little Sun um Informationen und das Monitoring. Als wir die Lampen verteilt haben, hat jemand von Safer Rwanda den Kindern, Lehrern und Eltern direkt erklärt, wie sie die Little Sun verwenden können und wie sie funktioniert. Es geht auch darum, die Familien aufzuklären, was die Vorteile der Lampen sind und was sie langfristig damit an Geld sparen können. Es wäre ja schade, wenn sie die Lampen weiterverkaufen würden, um kurzfristig Geld zu verdienen. Das Monitoring zeigt, dass eine Lampe nicht nur einem Schulkind hilft, sondern Nutzen für die ganze Familie, also rund fünf Leute bringt. Die Mütter können sie zum Beispiel verwenden, um abends zu kochen und ebenfalls zu lesen oder um sich nachts um ihre Babys zu kümmern.

Wie geht es nun mit Little Sun weiter?

Wir wollen im Herbst 2019 erneut eine Spenden-Aktion für Little Sun zusammen mit unseren Kundinnen und Kunden starten. Wir werden das wieder mit dem Verkauf eines Produkts verbinden. Geplant ist u.a., dass wir den Kindern an der Shaka-Schule, die im nächsten Schuljahr neu eingeschult werden, eine Solarlampe schenken. Bei der ersten Aktion haben wir über 12.000 Euro zusammen bekommen! Wenn die neue Aktion wieder so gut läuft, dann werden wir noch mehr machen können. Daher überlegen wir derzeit mit Little Sun, wo und wie wir das Geld noch sinnvoll in Ruanda einsetzen können.