Naturbettwaren aus Bio-Daunen Bio-Daunen

Naturbettwaren aus Bio-Daunen – die Produktionskette

Kurz für Sie zusammengefasst: Wir verwenden für unsere Daunen-Bettwaren ausschließlich tierleidfrei gewonnene Gänsedaunen aus heimischer und kontrolliert-biologischer Tierhaltung. Die Verarbeitung der Bio-Daunen erfolgt ebenfalls in Deutschland und ist entlang der gesamten Produktionskette zertifiziert. Damit lässt sich der Weg der Bio-Daunen vom Bauernhof bis zur Näherei lückenlos rückverfolgen.

Die aus dem Untergefieder von Gänsen stammenden Daunen sind ein beliebtes Füllmaterial für Decken und Kissen. Sie sind extrem leicht und spenden gleichzeitig wohlige Wärme. Zudem nehmen Daunen Feuchtigkeit auf, die der Körper im Schlaf abgibt. Damit sorgen sie für ein angenehmes Schlafklima.

Warum uns Bio-Daunen ohne Lebendrupf so wichtig sind:

Ethische Probleme bei der konventionellen Gänseaufzucht

Ihre Eigenschaften machen Daunen zu einem gefragten Naturmaterial. Pro Jahr werden in Deutschland 150 Tonnen Daunen produziert, hinzukommen jährlich noch einmal rund 10.000 Tonnen aus dem Ausland.[1] Traditionell stammen diese aus Osteuropa und zum größeren Teil aus China. Die Tiere werden dort zumeist in konventioneller Intensivmast gehalten. Zudem ist nicht auszuschließen, dass die Daunen von Gänsen stammen, die für die Stopfleber zwangsgemästet wurden.

Importdaunen aus konventioneller Erzeugung: Lebendrupf nicht auszuschließen

Daunen dürfen in Europa nur von toten Tieren als Nebenprodukt der Fleischherstellung gewonnen werden. Der qualvolle Lebendrupf ist EU-weit verboten. Doch lassen die EU-Richtlinien ein Schlupfloch: Das schmerzfreie Abstreichen (Mauserrauf) der Daunen während der Mauser. Leider gibt es nach wie vor konventionelle Gänsezüchter, die diese Gesetzeslücke für den lukrativeren Lebendrupf ausnutzen. Denn beim mehrmaligen Lebendrupfen fallen höhere Daunen-Mengen an als beim Mauserrauf und beim Schlachtrupf.[2] Importdaunen müssen in dieser Hinsicht besonders kritisch betrachtet werden. Die Daunen werden meist im Ausland bearbeitet und gelangen über diverse Zwischenhändler nach Deutschland. Für den Verbraucher und selbst für die Anbieter von Daunenwaren ist am Ende kaum nachvollziehbar, woher die Daunen stammen und ob sie tierleidfrei gewonnen wurden.

Artgerecht und tierleidfrei: Bio-Daunen aus Deutschland

Eine Lieferkette für Gänse-Daunen aus Deutschland ist leichter nachvollziehbar. Doch die Herkunft allein sagt noch nichts über die Haltungsbedingungen aus. Eine Garantie für die artgerechte Gänse-Aufzucht und Daunengewinnung aus Schlachtrupf kann die kontrolliert-biologische Tierhaltung (k.b.T.) geben. Bio-Gänse leben nach den Richtlinien der EU-Bioverordnung oder von Öko-Verbänden wie Naturland und Bioland. Die Einhaltung der Vorschriften wird regelmäßig durch unabhängige Kontrollstellen geprüft. Auch dürfen Bio-Daunen nur in einem Schlachthof mit Bio-Zertifizierung gewonnen werden. In Deutschland leben nur 5,5 Prozent der Gänse nach diesen Richtlinien auf bio-zertifizierten Höfen.[3] Bio-Daunen deutscher Herkunft sind damit eine Rarität. Hinzu kommt, dass es für die Bio-Bauern je nach Region sehr schwierig ist, zertifizierte Schlachthöfe zu finden. Denn nach den Richtlinien der meisten Öko-Verbände muss der Transport zum Schlachthof möglichst kurz sein, um den Tieren Stress zu ersparen.

Kurze Produktionskette von heimischen Bio-Daunen bei Waschbär

Nach jahrelanger Pionierarbeit ist es Waschbär gelungen, eine Wertschöpfungskette mit heimischen und in Deutschland verarbeiteten Bio-Gänsedaunen aufzubauen. Die gesamte Kette wird dabei den Anforderungen an Tierschutz und kurze Transportwege gerecht. So stammen sämtliche in den Waschbär-Bettwaren verarbeitete Daunen von Bio-Gänsen aus Naturland- oder Bioland-zertifizierten Höfen in Süddeutschland. Die Tiere wachsen in kleinen Herden mit viel Platz auf, erhalten Bio-Futter und haben täglich Grünauslauf und Zugang zu Wasserstellen. Nur wenige Stunden entfernt befindet sich der Schlachthof – ein Naturland-zertifizierter Familienbetrieb, der die Bio-Daunen aus Schlachtrupf gewinnt. Die Daunenrohware wird anschließend in die Wäscherei transportiert. In einer südbadischen Bettenmanufaktur werden die gewaschenen Daunen schließlich zu Waschbär-Bettwaren verarbeitet.

Unsere Bio-Daunen lassen sich lückenlos rückverfolgen

Die Daunen-Lieferkette von Waschbär ist nicht nur kurz, sondern auch transparent. Die verwendeten Daunen lassen sich bis zur fertigen Daunenbettware lückenlos rückverfolgen. Während das Bio-Siegel die Herkunft von Bio-Gänsen garantiert, stehen der Global Organic Textile Standard (GOTS) und der Organic Content Standard (OCS) für eine kontrollierte Daunen-Weiterverarbeitung. Nach GOTS und OCS muss jeder Lieferant nachweisen, dass es sich bei den für Waschbär verarbeiteten Daunen wirklich um Bio-Gänsedaunen handelt. So muss die Schlachterei die Bio-Daunen strikt von denen aus konventionellen Quellen trennen.

Gleiches gilt für die Wäscherei, in der ausschließlich Naturseife zum Einsatz kommt. Die Bettwaren-Manufaktur, in der die Daunen zu Kissen und Steppbetten verarbeitet werden, unterliegt ebenfalls der Kontrolle. Sie muss sicherstellen, dass Waschbär-Bettwaren tatsächlich nur Bio-Daunen aus der zertifizierten Produktionskette beinhalten. Für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit werden die Bio-Daunen zusätzlich in jedem Schritt anhand einer Mengenprüfung identifiziert und mit einem OCS-Transaktionszertifikat versehen. GOTS garantiert zudem, dass die Baumwoll-Bezüge aus kontrolliert-biologischen Rohfasern bestehen und umfassende ökologische Standards für die gesamte Produktion gelten.

[1] Petra Kirchhoff: „Blackbox Daunenjacke“ unter http://www.faz.net sowie „Enten und Gänse: Höllenqualen für Federbetten und Winterjacken“ unter https://www.tz.de (abgerufen am 24.04.2017)
[2] „Ganz selten: Daunen von der Biogans“ unter www.oekolandbau.de (abgerufen am 24.04.2017) sowie Maren Uhde: „Eine empirische Erhebung und Analyse zur Rückverfolgbarkeit von Daunen und Federn …“, S. 12, Masterarbeit, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde 2015
[3] „Strukturdaten im ökologischen Landbau in Deutschland 2015 – Tierhaltung